Bandoneón

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Konzertina >> Bandonion >>Bandoneón

 

Das Bandonion*neón gehört zur Instrumentenfamilie der Harmonikas und ist der Art nach eine „Konzertina“. Die Erfindung und der Abschluss der grundlegenden Entwicklung des Instrumentes ist zeitlich auf die erste Hälfte des 19. Jhd. belegt. Mit der Einstellung der Produktion 1964 verlor das Instrument seine Bedeutung. Die musikdidaktische Mensur des Akkordeons hat sich gegenüber der „verqueren“ Tastatur des Bandonions weltweit durchgesetzt.

 

Stufenwerk

 

Das Bandoneón ist ein Stufenwerk von Instrumentenbauern wie Buschmann, Demian, Uhlig, Lange, Zimmermann, ELA, AA und vielen ungenannten Instrumentenmachern, Konstrukteuren. Antrieb der Fortentwicklung des Instrumentes war und ist bis zum heutigen Tag, den Interventionen und Anforderungen der Musiker nachzukommen.

 

Aus kleinteiliger Hand- und Heimarbeit wurde es durch Arbeitsteilung und dem technologischen Fortschritt im Maschinenbau möglich, in den sächsischen Manufakturen im Anfang des letzten Jahrhunderts große Stückzahlen herzustellen. Der heutige weltweite Bestand setzt sich überwiegend aus ehemals nach Argentinien (bis etwa 1948) exportierten Altinstrumenten zusammen. Neu gebaute Bandoneóns (wieder hauptsächlich in Sachsen), werden unter Einsatz moderner CNC-Technik hergestellt, welche allerdings den patinierten Klang der Altinstrumente erst nach jahrelangem Spielen nahekommen.

 

Wer hat es erfunden?

 

| Die ursächliche Erfindung dem Instrumentenhändler Heinrich Band zuzuschreiben wird dem Instrument nicht gerecht. | Es war alles funktionierend schon da, der Kasten, der Balg, die runden Tasten, das Hebelwerk, die Stimmplatten, die schaltbare Oktavierung, die diatonische, teilweise chromatische, aber wechseltönige Tonanordnung.

 

Band (welcher als Fabrikant inserierte) veranlasste bei Fremd- bzw. Auftragsfirmen, einzelne Töne der vorhandenen deutschen Konzertina samt der vorhandenen Tastenbezeichnung nach seiner, bisher nicht belegten Vorgabe umzusetzen. Er versah die „fremd“ gefertigten Instrumente (zuvor `Accordion´ genannt) mit dem Eigennamen ‚Bandonion‘. Heinrich Bands „Erweiterung“ der in sich schlüssig diatonischen Konzertina, gebar das Dilemma aller Bandonionspieler, die den Klang des Instrumentes doch nicht seine Tonanordnung lieben.

 

Die heute weitverbreitete spanische Schreibweise „Bandoneón“ entstand erstmals etwa 50 Jahre nach Bands Ableben und ist Allerwahrscheinlichkeit nach, den Marketingstrategen der Arnoldschen Instrumentenmacher entsprungen.

 

 

Alleinstellungsmerkmal Tonalität

 

Die Entwicklung der Tonalität des Bandoneóns fand in Sachsen, Bayern und Böhmen statt. Als „ultima ratio“ der Klangwirkung gelten die Stimmplatten der Geraer Firma DIX.  Dass sich das exotische Instrument wieder weltweiter Beliebheit erfreut, liegt an der seit hundert Jahren anhaltenden stoischen Manier der Argentinier, konsequent einer bestimmten Klangdisposition den Vorzug zu geben. Die wichtigsten Identifikations-Merkmale des Bandoneóntypes II/II  gegenüber anderen Harmonikas:

  1. ) der oktavierte Ton im Diskant und Bass
  2. ) schwebefreie Stimmung
  3. ) Töne sind durch die Balgführung modulierbar 
  4. ) Mensur lässt große Tonsprünge zu
  5. ) chromatische Harmonik/ Akkorde/ Polychorde/ Bassläufe durch Einzeltöne möglich

 

100 Jahre Astor Piazzolla
geboren 11. März 1921 in Mar del Plata;
gestorben 4. Juli 1992 in Buenos Aires

200 Jahre Heinrich Band 
geboren 4.4.1821 in Krefeld;
gestorben 2.12.1860 in Krefeld

110 Jahre Gründung der Bandonionfabrik AA

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13te Bandoniontage 10.7.2021
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– Sachsen –
Ursprung des Bandoneóns

 

In dieser Rubrik werden aktuelle und beständige Aktivitäten rund um das Instrument seinen sächsischen Herstellern, Musikern und die mediale Begleitung in der örtlichen Presse veröffentlicht.

 

| Sachsen aktuell |


– Artikel –


Carla Algeri Heritage Museum
Maia – Portugal

 

Frauen für ein Museum
von Juan Carlos Tellechea, lunes, 5 de julio de 2021
veröffentlicht auf:

 

https://www.mundoclasico.com/articulo/35180/Museo-Patrimonial-Carla-Algeri-Mujeres-para-un-Museo

 

Artikel in deutsch.pdf
| Carla Algeri Heritage Museum |